Wochenendstimmung im SO36

Besucherrekord aus fünf Semifinals in Berlin

Wochenendstimmung im SO36

Emergenza Festival 06/05/2018

Die Leute hatten Bock auf Musik! Mit mehr als 300 Besuchern feierten wir eine feucht fröhliche Semifinalerunde Nr.3 im SO36. Wir hatten sehr gute Bands, die Stimmung war ausgelassen – so wie ein erfolgreicher Showabend sein soll. Hier die Zusammenfassung des Abends:

Tropcial Ambition eröffneten den Abend und legten die Messlatte zu Beginn schon sehr hoch. Sie spielten klassischen Rock, hatten etwas von einigen bekannten Rockbands und mischten dies zu ihrem eigenen unverfälschten Sound. Die charismatische Stimme des Frontmanns war das Herzstück der Band. Ihre Songs waren geprägt von guten Melodien und Harmonien. Es hat einfach Spaß gemacht ihre Musik zu genießen.

Bei Fat Kahoona wurde es nun so richtig voll vor der Bühne. Sie haben mit deutlichem Abstand die meisten Tickets verkauft, denn sie wissen, wie man für eine Show Werbung macht und Menschen mobilisiert. Noch mehr überzeugten sie auf der Bühne. Mit klassischem Surf Rock umgarnten sie das Publikum. Ihre Songs erinnerten teilweise an Soundtracks aus Tarantino-Filmen, sie nahmen sich jedoch das Genre und machten daraus ihr ganz eigenes Ding. Zusammen mit ihren starken Outfits bleiben sie lange im Gedächtnis. Sie waren authentisch, technisch immer on point lieferten einen starken Auftritt ab.

Mit JoVen kam nun ein Künstler aus dem HipHop-Bereich auf die Bühne. Er präsentierte gute und deepe Lyrics. Gepaart mit guten Beats boten sie ein solides Set, was viele aus dem Publikum begeisterte.

Alessandro war nun an der Reihe. Mit Electronic Pop überzeugte er sowohl Publikum als auch Jury. Hier und da noch etwas unsicher, präsentierte er interessante Musik mit Potential.

Two Doors To 69 drehten nun mit Pop Punk die Lautstärke auf. Der Drummer machte ordentlich Druck, insgesamt war der Klangteppich stimmig und harmonisch. Sie hatten sichtlich Spaß auf der Bühne was das Publikum akustisch zurückgab.

Mit Aluminium gab es ordentlichen Deutschrock auf die Ohren. Fette Gitarren, prägnante Stimme und tighter Drummer waren die Zutaten dieser Band. Sie machen ihr Ding und das ist perfekt so.

Bussard schlossen sich der Deutschrock-Riege an. Straighte Songs mit gleichbleibendem Tempo. Die Performance ist sicherlich noch ausbaufähig, zu sehr sind die Musiker auf sich und ihre Instrumente konzentriert. Potential ist auf jeden Fall zu sehen, wir sind gespannt wie sie sich weiterentwickeln.

Natürlich darf Metal nicht fehlen. Deadly Sin aus Magdeburg sind die Vertreter des Genres für diesen Abend. Nach anfänglichen Unsicherheiten seitens der Sängerin wurde sie immer selbstbewusster und technisch präziser. Die Instrumentalisten beherrschten dagegen ihr Handwerkszeug perfekt und das Zusammenspiel war frei von Fehlern. Das Publikum machte ihre Freude über diese Band anhand von Circle Pits und Pogen deutlich.

Kaella beendeten den Abend mit feinstem Deutsch Punk. Sie spielten ein stimmiges Set und drehten nochmal an der Lautstärke und Geschwindigkeit. Gutes Zusammenspiel und starke Stimme – es fehlt nur noch der letzte Schliff.

Das neue Votingsystem im Semifinale Berlin

Das Publikum votet mithilfe ihres QR-Codes für mindestens zwei und maximal acht Bands. Parallel vergibt eine zweiköpfige Jury ebenfalls Punkte in den folgenden Kategorien: Songqualität, Gesang/Stimme, Spieltechnik, Show und Gesamteindruck mit jeweils max. 10 Punkten. Die Punkte des Publikums + Jurypunkte ergeben die Gesamtpunkte, nach denen ein Ranking erstellt wird. Aus den besten vier Bands nach Gesamtpunkten wählt die Jury zwei Bands aus, die in das Regionalfinale Berlin einziehen.

Am heutigen Abend saßen in der Jury: Ingo (Backliner) und Julia vom Rocktreff in der Weißen Rose

Die Ergebnisse des heutigen Abends:

Ranking nach Publikumsstimmen + Jurystimmen (pro Jurykategorie max. 20 Punkte (10 pro Juror))

Bandname

Song Qualität

Gesang / Stimme

Spieltechnik

Show

Gesamt-eindruck

Summe Jury

Publikums-vote

Publ.+Jury

Ranking
Jury+Publikum

Fat Kahoona

16

18

18

15

15

82

116

198

1

Two Doors To 69

9

13

13

12

14

61

117

178

2

Tropical Ambition

14

16

13

9

13

65

76

141

3

Alessandro

14

14

12

15

16

71

69

140

4

JoVen

13

12

12

12

13

62

63

125

5

Aluminium

11

11

13

11

13

59

62

121

6

Kaella

12

14

14

12

14

66

48

114

7

Deadly Sin

10

10

16

10

13

59

50

109

8

Bussard

12

10

11

9

12

54

48

102

9

 

Erläuterungen

  1. Song Qualität
    • Songwriting, Arrangement
  2. Gesang / Stimme
    • Qualität, Eigenständigkeit, evtl. auch engl. Aussprache. Bei Rap auch Reim und Flow. Bei Instrumentalbands wird Spieltechnik doppelt bewertet, bzw. kann diese Rubrik für das Soloinstrument stehen.
  3. Spieltechnik
    • technical Skills, instrumentale Beherrschung, Zusammenspiel, Solis
  4. Show
    • Bühnenperformance, Ansagen, Interaktion mit dem Publikum, (Bühnenkleidung - kann evtl. auch in 5. einfließen)
  5. Gesamteindruck
    • Charisma, Authentizität, Innovation, Eigenständigkeit, Potential

Jurysieger

Die Jury hatte die Qual der Wahl und wählte aus den besten vier Bands zwei Bands aus, die in das Regionalfinale Berlin einziehen sollen. Sie entschieden sich für Fat Kahoona und Tropical Ambition! Außerdem freuen wir uns, aufgrund von guten Show- und Juryergebnissen Two Doors To 69 nachzunominieren!

Herzlichen Glückwünsch an die beiden Gewinner und allen Bands vielen Dank fürs Spielen. Schaut euch das Regionalfinale am 14.07.18 im Festsaal Kreuzberg in Berlin auf jeden Fall an – es lohnt sich.

Vielen Dank an das SO36 und die Crew!

 

Autor: Florian Radke

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